Die Stadt Wädenswil war und ist ein lebendiger Arbeitsort. Einst standen hier viele Fabriken. Im 19. Jahrhundert wurden hier Seiden und andere feine Stoffe produziert, Stärke, Seife, Bier, Most und Metallwaren – zum Beispiel der Landistuhl von 1939. Seit 1970er Jahren fiel allerdings so mancher Schornstein dem Kostendruck zum Opfer. Noch ist die industrielle Tradition sichtbar, zum Beispiel in der
Firma Gessner AG. Geblieben ist Wädenswil glücklicherweise auch die Tradition des Bierbrauens, auch wenn die heutige
Brauerei kleiner ist als früher. Dafür schmeckt das Bier mindestens so gut.
Diese Areale werden heute vielfältig genutzt. Sie bieten Platz für das regionale Gewerbe. Hier nisten sich Schreiner, Schlosser, Grafik-Büro oder eine Druckerei ein. Hier entstehen neue Produktionsfirmen und Dienstleister. Mehr und mehr heimisch geworden sind in Wädenswil auch Institute aus dem Bereich
Bildung und Forschung. Sie nehmen heute den Stellenwert ein, den früher die Industrie hatte. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
War Wädenswil früher ein Industrieort, so ist sie heute eine aufstrebende Bildungs- und Forschungsstadt. Augenfällig sichtbar ist die Entwicklung im
Tuwag-Areal, wo früher die gleichnamige Tuchfabrik tätig war. Gewerbebetriebe, die Zürcher Fachhochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Start Ups aus dem Bereich „Life Sciences“ teilen sich das Areal. Sie werden unterstützt von der ortsansässigen Gründerorganisation
„grow“.